Die militärische Nutzung der Fliegerei ist heute selbstverständlich. Bis es dazu kam, vergingen allerdings noch einige Jahre.
Es genügt nicht, eine bahnbrechende Erfindung zu machen, man muß sie auch vermarkten können. Leider hatte die amerikanische Presse aber die Geburtsstunde der Motorfliegerei schlichtweg ignoriert, und wie es der Zufall wollte, gelang den Brüdern Wright bei einer späteren Pressevorführung nicht mal ein Hopser über 20 Meter.
Erfolgreicher in dieser Hinsicht war der Brasilianer Alberto Santos-Dumont. In Paris hatte er Chemie, Physik, Astronomie und Mechanik studiert und bereits1897 begonnen, Freiballons zu fahren. "La Baladeuse" - eines seiner Luftschiffe - machte ihn in Frankreich zum Volkshelden. Er benutzte es nämlich, ganz exzentrischer Millionärssohn, für Sonntagsausflüge und Besuche im "Maxim". Es verwundert daher nicht, dass sein erster Motorflug mit der Maschine "Nr.14-bis", einer wahrhaft kuriosen Konstruktion mit vorne liegendem Höhenleitwerk, entsprechende Aufmerksamkeit auf sich zog. 1906 gewann er damit den Preis für den ersten Motorflug der Welt, obwohl die Gebrüder Wright diesen bereits drei Jahre zuvor vollführt hatten. Erstaunlich, wie langsam sich Informationen zu dieser Zeit verbreiteten und wie wichtig schon zur damaligen Zeit eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit war.

Alberto Santos-Dumont sorgte für Aufsehen: Berühmtheit erlangte der Millionärssohn brasilianischer Abstammung in Frankreich mit seiner erfolgreichen Konstruktion "Nr.14-bis".
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