Es gibt Helden, deren Namen jeder kennt und es gibt Helden, die von der Öffentlichkeit vergessen wurden.
Charles Lindbergh gilt allgemein als der erste, der den Flug über den großen Teich gewagt hat. Das war im Jahr 1927. Weithin unbekannt ist merkwürdigerweise, dass bereits im Jahr 1919 zwei britischen Fliegern dieses Kunststück gelang: Captain John Alcock und Lieutenant Arthur Whitten Brown.
Dabei war dieser Flug alles andere als ungefährlich. Mehrfach vereisten die Vergaser, woraufhin der Navigator Brown, der seit dem Krieg ein steifes Bein hatte, während des Fluges auf die Tragflächen steigen und die Vergaser vom Eis befreien musste. Ein Notwassern im Atlantik wäre bei dem vorherrschenden schlechten Wetter fatal gewesen und hätte die beiden Poniere vermutlich ihr Leben gekostet. Allen Widrigkeiten zum Trotz gelang das Husarenstück - nach 15 Stunden und 57 Minuten erreichten sie die irische Küste. Am Tag darauf wurden sie für Ihre Leistung von König George V in den Adelsstand erhoben.

John Alcock, 15 Juni 1919 nach seiner Landung: “Yesterday I was in America, and I am the first man in Europe to say that."
Steve Fosset amerikanischer Milliardär und Sammler von Rekorden, Börsenmakler, Rennsegler und der erste Mensch, der die Welt nonstop in Flugzeug und Ballon umrundet hat, bringt die beiden britischen Piloten Allcock und Brown wieder ins Gespräch. Fosset hat am 3 Juli 2005 zusammen mit seinem Copiloten Rebholz den historischen Flug mit einem Nachbau wiederholt.
Fosset und Rebholz starteten in St.John`s, Neufundland und navigierten wie ihre historischen Vorbilder nach Kompass, Sextant und Karte. Wie Alcock und Brown 86 Jahre zuvor, flogen sie in geringer Höhe. Dabei betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit fast 100 Knoten, was eine Flugdauer von 18 Stunden 15 Minuten bis zu Ihrem Ziel in Irland bedeutete. Um genau zu sein in Connemara. Um wirklich ganz genau zu sein, sie landeten am Loch 8A des Connemara Golfclub. Und folgten dabei exakt der Flugroute ihrer Vorgänger, brauchten dazu allerdings fast zwei Stunden länger!

Der Prototyp flog am 30. November 1917. Als Bomber im Ersten Weltkrieg konzipiert, kam die Vimy aber nicht mehr zu Kampfeinsätzen.
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