309 Menschen überlebten Bruchlandung.
Ein Airbus A340 der Air France schoss am 4.August auf dem Lester B. Pearson International Airport in Toronto/Canada über die Landebahn hinaus und explodierte nach wenigen Minuten. Das Wunder: Niemand starb, die Anzahl der Verletzen wird zwischen 20 und 43 angegeben.
Aber ist das wirklich ein Wunder?
Ein ganz klares Nein muss die Antwort sein. Die Crew des Airbusses hat nur ihre Arbeit gemacht, und das verdammt gut. In Toronto berichtete der Chef der Flughafenfeuerwehr, Mike Figliola, dass drei Viertel der Insassen das Freie bereits in den 52 Sekunden erreicht hatten, die die Löschzüge bis zum Eintreffen am Unglücksort brauchten: "The crew did a great job, they're trained to get the people off," war sein Kommentar
90 Sekunden ist der Richtwert ist in dem ein Passagierflugzeug geleert sein muss! Das Bordpersonal ist nicht nur für den Verkauf von steuerfreien Mitbringseln ausgebildet, sondern unterläuft ein hartes Training, - auch für diesen Notfall. Der leider ziemlich häufig vorkommt.
Das Hamburger Abendblatt berichtete am 9. April 2005 über einen Testlauf für die Evakuierung eines Airbus A380. Dabei sollen 800 Passagiere in einer abgedunkelten Flugzeughalle innerhalb von eineinhalb Minuten ins Freie gelangen, obwohl ein Teil der Notrutschen sich nicht öffnet und künstliche Hindernisse eingebaut sind. Klappt das nicht, bekommt der Vogel nur eine Zulassung für 650 Pagse, was sowieso die Anzahl ist mit der die Airlines ihn zunächst bestuhlen wollen.
Merkwürdig genug, im Normalfall machen mir Flugzeugunglücke Angst, diesmal passiert genau das Gegenteil.
Mein Vertrauen in die Sicherheit der grossen Airlines ist um Einiges gewachsen.
RL 07.08.2005
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